Das Werk "Emmanuel" in der Schweiz

"Emmanuel" ist ein Werk des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, mitten in unserer Zeit! Das Ziel der Vereinigung ist die Adoption von Kindern, die von ihrer eigenen Familie nicht angenommen werden da sie geistig- oder körperlich- behindert sind (z.B. Trisomie 21 = Mongolismus oder Down-Syndrom). "Emmanuel" bietet die Möglichkeit, diesen Kindern durch Adoption oder Aufnahme eine Familie zu geben.

Von Geburt an behinderte Kinder werden bei uns oft abgewiesen von denen, die sie gezeugt haben, weil sie dem Wunschtraum von schönen, intelligenten Kindern nicht entsprechen. In der "Dritten Welt" sind auch solche Kinder zusätzlich behindert, da ihre Eltern sie nicht erhalten können, weil sie in Armut und Unsicherheit leben. Doch auch diese Kinder sind da und warten, manchmal mit Todesrisiko. Haben diese Kinder nicht auch das Recht zu leben und geliebt zu werden ?

In der Schweiz, wie auch in andern Ländern, bestehen ausgezeichnete öffentliche Einrichtungen und Heime, wo diese Kinder aufwachsen können. Doch bietet eine richtige Familie mit der nötigen Nestwärme mehr Gewähr für eine gesunde Entwicklung der behinderten Kinder zu dem, was sie wirklich sind: vollwertige Persönlichkeiten.

"Emmanuel" hat den Begriff "Adoption" umgedreht: Das Kind wird nicht einer Familie geschenkt, sondern die Familie schenkt sich einem Kind und nimmt es völlig an, mitsamt seiner Behinderung.

In diesem Sinne leben bereits zahlreiche Familien. Sie sind keine besonderen Familien, nicht wohlhabender als andere. Sie sind nicht speziell ausgebildet, um adoptieren zu können. Sie sind nicht "besser" als andere, keine Super-Familien. Oft haben sie bereits mehrere eigene Kinder. Die meisten dieser Familien leben im christlichen Glauben und setzen sich für ihn ein; sie wollen ihr schriftliches Engagement in konkreter Weise leben.

Das Werk "Emmanuel" wurde in Frankreich durch Jean und Lucette Alingrin gegründet und ist seit 1975 staatlich anerkannt. Es existiert auch in Belgien, Kanada, Luxemburg, in den Niederlanden, Argentinien, Indien und in der Schweiz seit 1984.

In Frankreich fanden bereits über 1000 behinderte Kinder, davon mehr als 200 mit Trisomie 21, Nestwärme in Familien. In der Schweiz konnten bis heute 63 Kinder zur Adoption durch dieses Werk vermittelt werden. Es sind Kinder aus der Schweiz, dem Libanon, aus Frankreich, Äthiopien, von der Insel Mauritius, aus Kolumbien, aus Indien, Portugal, Rumänien und Moldawien. Neunzehn dieser Kinder haben Trisomie 21.

Die Adoption von 63 Kindern, bis heute, und die Unterbringung in Pflegefamilien von 10 Schweizerkindern, die nicht adoptierbar sind, zeigen, dass es möglich ist, mit einem behinderten Kind ein glückliches Familienleben zu erleben. Dieses Kind, welches durch seine körperliche oder geistige Behinderung anders ist, enthüllt der Familie einen ungeahnten Liebesreichtum.

Es besteht heute Hoffnung für die Familien unserer Zeit, die in einer Gesellschaft leben, wo der Respekt vor dem entstehenden Leben schwer beeinträchtigt ist.