Behinderung - Reichtum ohne Normen...

Das Kind in Familie und Gesellschaft integrieren !

"Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen und unser Kind einfach so akzeptiert, wie es ist. Seine Behinderung ist ganz einfach zu "unserer Norm" geworden. Ich mache alles mit ihm, so wie es die anderen Mütter tun. Ich bin in meiner Aufgabe voll aufgeblüht und kann unserer Kind mit Freude geniesen. Meine Freundinnen haben gelernt, mit dieser Situation umzugehen, di inzwischen völlig "normal" geworden ist."
Eine einfühlsame Beatreuung, die Eltern und Kind respektiert, erlaubt es, in vertrauensgeprägtem Dialog, das Kind "Aussernorm" in den Alltag der Familie zu integrieren, die ihren Platz in der Gesellschaft (wieder-)finden muss. Wird das Kind immer wieder ermutigt, möglichst alles zu tun "wie die andern", kann die spätere Integration in einen Schulzyklus, manchmal gar in eine "normale" Klasse durchaus erwägt werden. Die Zusammenarbeit mit einem heilpädagogischen Dienst kann sehr wertvoll sein-fragen Sie Ihren Kinderarzt.

Freude - eine Herausforderung ?

Glücklichsein heisst für das Kind in erster Linie, geliebt, akzeptiert und respektiert zu werden. Liebe schlägt Brücken und kann manchmal Unterschiede auswischen. Das Kind zu lieben, ohne auf "Qualitätsnormen" zu achten, ganz einfach so wie es ist, erlaubt der Familie, zu leben und sich seinem Rhythmus anzupassen. Das Kind kann sich so harmonisch und seinen Begabungen gemäss entwickeln, und seine Eltern können sich an jedem noch so kleinen Fortschritt erfreuen. Dank dieser Meilensteine der Hoffnung kann die oft unbestimmte und unklare Zukunft gemeistert werden...

Erfahrungen austauschen, mit anderen Familien, die auch von einer Behinderung betroffen sind, hilft, sich weniger allein zu fühlen und die Behinderung, die täglich neu akzeptiert werden muss, besser zu erleben.

Brief der Mutter an ihr behindertes Kind :

Das zweite Mal, als Du in meinen Armen lagst, schenkte ich Dir meine Liebe. Das war etwa acht Stunden nach Deiner Geburt. Von der ersten Minute Deines Lebens wusste ich, dass Du Träger des Down-Syndroms bist. Das hat mich sehr beschäftigt, die ganze erste Nacht ! Das stete "warum ?" wurde irgendwann zum "Warum nicht ?" und, bis heute versetzt du mich ins Staunen...

Deine Mutter

Julieta Minder, Verband INFO H, Bern